Posttraumatische Belastungsstörung

Als traumatische Erlebnisse bezeichnet man Ereignisse, die jenseits der normalen Erlebenswelt der meisten Menschen liegen. Dazu zählen Unfälle und Gewalterfahrungen (z.B. Überfall, Vergewaltigung, sexueller Missbrauch oder Misshandlung), aber auch das Miterleben einer Naturkatastrophe oder eines Krieges.

Die Betroffenen erleben dabei Gefühle wie (Todes-)Angst, Hilflosigkeit und Kontrollverlust.

Nach einer traumatischen Erfahrung ist es ganz natürlich, dass körperliche und psychische Funktionen zunächst außer Kontrolle geraten. Allerdings entwickeln nur etwa 10 % aller von einem Trauma Betroffenen eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS). Dies ist abhängig von unterschiedlichen Faktoren, wie Art und Dauer des Traumas, aber auch individuellen Belastungen und Bewältigungsmöglichkeiten.

Bei der Posttraumatischen Belastungsstörung kommt es zu vielfältigen Symptomen wie z.B. wiederkehrende, unkontrollierbare, oft bild- oder szenenhafte Erinnerungen an das belastende Ereignis (Flash-Backs), Alpträume, Angstzustände, erhöhter Erregbarkeit und Schreckhaftigkeit oder ein diffuses Bedrohungsgefühl. Viele Betroffene fühlen sich auch emotional taub, gleichgültig und „unwirklich“. Um Erinnerungen an das Trauma und unangenehme Empfindungen zu reduzieren, entwickeln die meisten Betroffenen unterschiedliche Vermeidungsverhaltensweisen. Auch andere psychische Störungen können sich in der Folge entwickeln (z.B. Depressionen, Ängste, Süchte).

Es kommt vor, dass sich Beschwerden erst Wochen oder Monate, teils auch Jahre nach dem belastenden Ereignis entwickeln. Teilweise werden Teile des Traumas auch nicht mehr (vollständig) erinnert.

In der Arbeit mit traumatisierten Menschen kommen unterschiedliche psychotherapeutische Methoden zum Einsatz. Dabei geht es vor allem darum, die Betroffenen zu stabilisieren, ihnen zu helfen das Geschehene zu verarbeiten und trotz des Traumas ein gutes Weiterleben zu ermöglichen.